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TEXA BIKE Diagnose Kit mit NAVIGATOR TXB 2

Was es in der Zweirad-Diagnose wirklich bringt (aus Sicht der Praxis)

DIAGNOSE

Mike Richter

12/16/20253 min lesen

AXONE NEMO LIGHT verfügt, genau wie seine „großen Brüder“ PLUS und VOICE, über ein sehr leistungsstarkes Rechenzentrum , das
AXONE NEMO LIGHT verfügt, genau wie seine „großen Brüder“ PLUS und VOICE, über ein sehr leistungsstarkes Rechenzentrum , das

Für wen ist das Kit interessant?

Für Dich als Bike-Diagnosespezialist ist das Set besonders relevant, wenn Du:

  • viele Marken im Alltag hast (TEXA nennt eine Diagnoseabdeckung für über 140 Motorradmarken)

  • regelmäßig Modelljahre und neue Steuergeräte-Generationen siehst (und Updates/Services brauchst)

  • Probefahrt-Fehlerbilder (Aussetzer, sporadische Sensor-Drops, CAN-Glitches) nachvollziehbar loggen willst

  • neben Multimarken-Diagnose auch OEM-Tools via PassThru einsetzen musst (z. B. für bestimmte Programmier-/Kalibrierroutinen – abhängig vom Hersteller)

Was ist im Kit konkret drin?

  • AXONE NEMO LIGHT (Anzeigegerät)

  • NAVIGATOR TXB 2 (Diagnoseschnittstelle/VCI)

  • 5 Multi-Adapterkabel: 3151/AP81, 3151/AP80, 3151/AP59, 3151/AP74, 3151/AP05

  • Batterieklemmen (7200052)

  • IDC6 BIKE Software (Lizenz im Kit inklusive)

Wichtig für die Werkstattrealität: die im Kit enthaltenen Kabel decken ca 90 % der im Softwarepaket enthaltenen Fahrzeuge ab.

Wenn Du heute in der Motorrad-Diagnose sauber und wirtschaftlich arbeiten willst, kommst Du an drei Themen nicht vorbei: breite Markenabdeckung, saubere Kommunikation über moderne Protokolle und Workflow-Geschwindigkeit (vom Erstscan bis zur Probefahrt). Genau hier positioniert TEXA das BIKE Diagnose Kit als Komplettlösung – bestehend aus AXONE NEMO LIGHT (Windows-Anzeigegerät), NAVIGATOR TXB 2 (VCI/Schnittstelle), IDC6 BIKE Software plus Adapter- und Versorgungszubehör.

Hardware-Deep-Dive: Warum NAVIGATOR TXB 2 mehr ist als “nur ein Interface”

Rechenleistung und Protokolle: CAN FD & PassThru

Der NAVIGATOR TXB 2 wird im Flyer mit einem Cortex-M7 Prozessor (550 MHz) sowie 1 MB Flash und 564 KB RAM beschrieben – mit dem Ziel, Steuergerätedaten schnell und präzise zu verarbeiten.

Spannend ist vor allem die explizite Protokoll-Aussage: kompatibel mit aktuellen Protokollen inkl. PassThru und CAN FD.
Aus Diagnostik-Sicht bedeutet das:

  • CAN FD (Flexible Data-Rate) ist in modernen Architekturen relevant, weil höhere Datenraten und größere Nutzdaten pro Frame möglich sind. Praktisch: mehr Live-Daten, schnellere Sessions, weniger “zähe” Kommunikation – gerade bei dichten Datenstreams (z. B. Fahrzustands- und Assistenzfunktionen bei neueren Plattformen).

  • PassThru ist der Schlüssel, wenn Du herstellerspezifische Applikationen nutzen musst. TEXA koppelt das im Flyer klar an die Windows-Vorteile (siehe unten).

16-poliger CPC-Stecker: Kabel-Ökosystem in der Praxis

Der integrierte 16-polige CPC-Stecker wird als Basis genannt, um alle BIKE-Diagnosekabel zu nutzen.
Das ist im Alltag genau der Punkt, der Zeit frisst oder spart: Wenn das Steck- und Adapterkonzept sauber ist, reduzierst Du Fehlsteck-Risiken, Wackler durch unpassende Übergänge und unnötige “Adapterketten”.

Probefahrt-Logging: Intermittierende Fehler sauber fangen

Neben klassischer Diagnose nennt TEXA ausdrücklich die Möglichkeit, während der Fahrt Diagnosedaten aufzuzeichnen (mit Verweis auf Hinweise zum “Test Drive”).

Warum das Gold wert ist (und nicht nur “nice to have”):

  • Viele Fehlerbilder sind last-, temperatur- oder vibrationsabhängig: sporadische Kurbelwellensensor-Aussetzer, Seitenständerschalter-Prellen, Spannungseinbrüche am Bordnetz, CAN-Fehlerframes bei bestimmten Drehzahl-/Lastfenstern.

  • In der Standdiagnose siehst Du dann “nichts”, weil das Ereignis nicht reproduzierbar ist.

  • Mit Fahrdatenaufzeichnung kannst Du Dir Ereignisse zeitlich und kontextbezogen ansehen (z. B. “Dropout genau beim harten Beschleunigen im 3. Gang”).

AXONE NEMO LIGHT: Warum Windows in der Bike-Diagnose ein echter Hebel ist

Das AXONE NEMO LIGHT wird im Flyer u. a. mit Windows 11, Intel N100 Quad-Core, 10,1" Display (hohe Helligkeit), 8 GB RAM, 250 GB Speicher sowie Wi-Fi und Bluetooth 5.2 beschrieben.

Die “Windows-Vorteile” werden im Flyer sehr konkret auf Werkstattnutzen bezogen:

  • Herstellersoftware im PassThru-Modus verwenden

  • Hohe Rechenleistung für professionellen Einsatz

  • Weitere Programme auf demselben Gerät (z. B. Werkstattplaner)

Das ist praxisnah: Du reduzierst Gerätewechsel, hast Diagnosesoftware und (wo nötig) OEM-Software auf einem System, und kannst Dokumentation/Service-Workflows sauber anbinden.

IDC6 BIKE Software: Funktionen, die in der Fehlersuche wirklich zählen

TEXA positioniert IDC6 BIKE im Flyer als “Multimarken, Multibereiche” und nennt mehrere konkrete Funktionsblöcke:

  • Diagnoseabdeckung

  • Geführte Diagnose / Sollwerte

  • Interaktive Schaltpläne

  • Umfassende Einstellungen

  • Dashboards

  • Datenblätter

Was das diagnostisch bedeutet (mit Beispielen)

  • Geführte Diagnose + Sollwerte:
    Du arbeitest nicht nur “Fehlercode lesen/löschen”, sondern bekommst idealerweise strukturierte Prüfschritte und Referenzwerte. Beispiel: Bei Leerlaufproblemen ist nicht nur relevant, dass ein Gemischfehler gesetzt ist, sondern ob Drosselklappenwinkel, Saugrohrdruck, Ansauglufttemp, Lambdaregelgröße im plausiblen Rahmen laufen.

  • Interaktive Schaltpläne:
    Für elektrische Fehler (Versorgung, Masse, Signal) ist das der schnellste Weg zu belastbaren Entscheidungen. Du kannst Messpunkte, Leitungswege und Abzweige schneller identifizieren und vermeidest “Trial-and-Error”.

  • Dashboards:
    In der Praxis willst Du bei wiederkehrenden Fällen (z. B. Startprobleme, Lade-/Spannungsthemen, Zündaussetzer) schnell relevante PIDs in einem Blick haben – statt Dich jedes Mal neu durch Listen zu klicken.

Praxis-Workflow: So würdest Du das Kit typischerweise einsetzen (bewährte Reihenfolge)

  1. Fahrzeug identifizieren und Systemscan (Fehlercodes, Steuergeräteübersicht).

  2. Live-Daten mit Fokus setzen (Dashboards / relevante PIDs).

  3. Geführte Diagnose nutzen, wenn das Fehlerbild komplex oder zeitkritisch ist.

  4. Schaltplanbasiert messen (Versorgung/Masse/Signal), um “Teiletausch-Diagnose” zu vermeiden.

  5. Bei sporadischen Problemen: Probefahrt-Logging, danach Analyse der Aufzeichnung.

  6. Abschließend: Verifikation (erneuter Scan, Probefahrt, Kundenprotokoll).