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Präzise Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS)

Die präzise Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) erfordert eine normgerechte und störgrößenminimierte Umgebung, die systematisch auf die sensorischen Anforderungen (Radar, LiDAR, Kamera, Ultraschall) abgestimmt ist. Entscheidend für die Messgenauigkeit und Wiederholbarkeit sind:

1. Planparallele Bodenfläche mit definierter Ebenheit (gemäß OEM-Vorgaben, typ. ≤ ±1 mm/m) zur Sicherstellung der Referenzachsenausrichtung,

2. Definierte Beleuchtungssituation (z. B. diffus, gleichmäßig, farbtemperaturkonstant, vermeidung von Direkt- und Streulicht) zur Vermeidung von Kontrast- und Schattenartefakten bei kamerabasierten Systemen,

3. Minimierung von Reflexionen durch matte, nicht-retroreflektierende Oberflächen im Nahfeld der Sensoren, um Mehrfachpfade und Geisterechos zu unterdrücken,

4. Reduktion von Umgebungseinflüssen (Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Vibration, Fremdstrahlung) auf das spezifizierte Toleranzband, da diese Parameter direkten Einfluss auf Laufzeitmessungen, Brechungsindizes und mechanische Stabilität der Kalibriervorrichtungen haben.

Nur unter diesen kontrollierten Rahmenbedingungen ist eine validierte, reproduzierbare und OEM-konforme Soll-Ist-Abgleichung der Assistenzsysteme möglich, die zugleich die funktionale Sicherheit (ISO 26262) und die Verkehrssicherheit im Fehlerfall gewährleistet. Die Umgebung ist somit nicht als optionaler Faktor, sondern als aktives, qualitätsbestimmendes Element des Kalibrierprozesses zu betrachten.

BELEUCHTUNG

1. Eine gleichmäßige, flimmerfreie LED-Beleuchtung ohne Schatten und helle Flecken ist die Grundlage für eine erfolgreiche Kalibrierung.

2. Vermeiden Sie unbedingt Blendung und Lichtbrechungen, die durch offene Türen, Fenster oder reflektierende Gegenstände im Fahrzeugumfeld entstehen können.

3. Entfernen Sie alle störenden Gegenstände, Muster oder unruhigen Objekte hinter den Messzielen, da diese die Sensorik negativ beeinflussen.

4. Nur wenn Beleuchtung und Umgebung optimal gestaltet sind, lassen sich präzise und wiederholbare Kalibrierergebnisse erzielen.

WERKSTATTBODEN

Anforderungen an den optimalen Kalibrierungsboden

Der Bodenbelag ist ein entscheidender Faktor für präzise Fahrerassistenzsystem-Kalibrierungen. Die Hauptkriterien sind:

Oberflächeneigenschaften:

- Matt und nicht reflektierend (vermeidet Fehlmessungen durch Spiegelungen)

- Strapazierfähig, leicht zu reinigen und widerstandsfähig gegen Beschädigungen

- Vollständig ebene Fläche für jedes Fahrzeug

Allgemeine Ebenheitstoleranz:

- Maximal ca. 3,2 mm Abweichung

OEM-spezifische Anforderungen im Überblick:

BMW/MINI | Max. 1° Steigung nach oben, 3° Steigung nach unten

Ford| Ebene Fläche

Honda/Acura | Steigung unter 1°

Toyota/Lexus | Ebene Fläche

VW/Audi | Ebene Kalibrierfläche

Diagnosetechnik Richter GmbH Geschäftsführer Mike Richter

Spinnereistr. 212a, 09405 Zschopau

Deutschland

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